Rollende Redaktion

Kleinstädtisches Flair in Großstadt – Kritik an zeitlich eingeschränktem Busverkehr

Die Rollende Redaktion besuchte am Mittwoch Bürgerfelde. Bürgerinnen und Bürger sagten ihre Meinung über ihren Stadtteil.

BüRGERFELDE Seit 41 Jahren wohnt Hans-Hajo Golombiewski in Bürgerfelde. „Ein wunderschöner Stadtteil“, findet er, lobt die vielen Einkaufsmöglichkeiten und freut sich über die zahlreichen Arztpraxen. Die seien ja auch im Hinblick aufs Alter wichtig. Viele gute Noten bekam Bürgerfelde am Mittwoch von den Besuchern der Rollenden Redaktion. Das NWZ -Redaktionsmobil hatte sich am Aktiv-Markt an der Alexanderstraße 164 postiert – sozusagen mittendrin in der Kanal-Baustelle.

Mit der Nahversorgung in diesem Stadtteil ist auch Erika Hanschel sehr zufrieden. Vor zweieinhalb Jahren ist sie aus Rastede nach Bürgerfelde gezogen. „Man kann hier alles mit dem Rad erledigen.“ Diese Meinung teilt auch Gisela Henke-Stöver und fügt hinzu: „Viel Grün gibt es hier auch.“ Annelie Micke ist zwar von Bürgerfelde nach Bloherfelde gezogen, zum Einkaufen kommt sie aber immer noch hierher. „Man kennt die Leute und bekommt hier alles.“ Auch dem Bürgerfelder Turnerbund hält sie die Treue. „Ich mache da immer Wassergymnastik-Kurse.“ Sehr gut gefällt Bürgerfelde Walter Eberhardt. Mit einem Augenzwinkern sagt er: „Toll, dass der Oberbürgermeister hier nicht die von ihm favorisierten Hochhäuser bauen kann, denn dafür gibt es keine freien Bauflächen.“

Buslinie 322 sorgt für Entlastung

Die Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße hatte sich für eine bessere Busverbindung eingesetzt. Die Erreichbarkeit sei für viele nicht mehr sichergestellt gewesen.
Onno Kutscher

BüRGERFELDE Aufatmen bei den Anwohnern der Alexanderstraße und dem Stadtteil Bürgerfelde: Wegen der Kanal-Bauarbeiten an der Alexanderstraße war der Busverkehr stark eingeschränkt. Die Anwohner waren gezwungen, entweder einen langen Fußweg oder eine aufwendige Umleitung über die Nadorster Straße in Kauf zu nehmen, um mit dem Bus wieder stadteinwärts zu den gewünschten Haltestellen zu gelangen.

Mühsam und gefährlich

„Das war vor allem für ältere Personen mühsam und auch gefährlich“, sagt Friedrich-Wilhelm Kohlrenken, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße, die sich für eine bessere Busverbindung eingesetzt hatten.

Nun ist Besserung in Sicht: Bis Mitte August werden die Abwasserkanäle der Alexanderstraße zwischen Melkbrink und Schulweg noch saniert. Während dieser Zeit fahren die Buslinien 302, 303, 322 und N36 Umleitungen. Für die Linie 322 gibt es eine Änderung in Fahrtrichtung „Im Brook“. Von montags bis freitags, 9 bis 18 Uhr, fahren die Busse eine Umleitung über Alexander­straße, Lamberti­straße, Nadorster Straße, Nordtangente. An der Ecke der Alexander­straße/Lambertistraße wird die Ersatzhaltestelle Melkbrink eingerichtet.

Sammler greifen gern zum Becher

Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße verteilt wieder 5000 Kunstwerke

BÜRGERFELDE Es ist bereits zu einer guten Tradition geworden: Alljährlich zum Nikolaustag präsentiert die Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße einen Weihnachtsbecher – nun bereits zum siebten Mal. Am Sonnabend, 5. Dezember, werden wieder 5000 Weihnachtsbecher von den der Arbeitsgemeinschaft angeschlossenen Geschäften an Kunden und Geschäftspartner verteilt.

Die Becher tragen die entsprechende Jahreszahl und sind mit einem eigens für die Arbeitsgemeinschaft gestalteten Motiv bedruckt. Nachdem in den vergangenen Jahren Malwettbewerbe ausgeschrieben worden waren und das beste Motiv für den Becher ausgewählt wurde, ging man in diesem Jahr einen anderen Weg. Natalie Gebertsbauer von der gleichnamigen Kunstschule – selbst Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße – hat in ihrem Atelier einige markante Punkte von der Alexanderstraße – zum Beispiel die Gertrudenkapelle, die Kirchhofmauer und den ehemaligen Tankstellenpilz – auf sehr eigenwillige Art als Bechermotiv verarbeitet. Natürlich fehlt auch ein zünftiger Weihnachtsbaum nicht in dem Ensemble.

„Die Weihnachtsbecher der Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße aus den Vorjahren sind allesamt vergriffen und haben sich mittlerweile zu begehrten Sammlerobjekten entwickelt. Wiederholt habe ich sie bereits auf Flohmarkt-Ständen entdeckt“, berichtet Friedrich-Wilhelm Kohlrenken, zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße.

Auf Alexanderstraße ist wieder viel los

Arbeitsgemeinschaft legt Veranstaltungsprogramm und Wünsche für Sanierung vor

Trubel: Zum großen Flohmarkt entlang der Alexanderstraße kamen im vergangenen Jahr fast 40 000 Besucher. Am Sonnabend, 30. Juni, wird es wieder eine solche Schnäppchenjagd geben.

Bild: ARCHIV/VON REEKEN

BÜRGERFELDE In diesem Jahr wird an der Alexanderstraße gefeiert. Ab Frühjahr 2008 wird dort gebaut.

Von Heinz Arndt

BÜRGERFELDE – Die Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße wurden im vergangenen Jahr gut angenommen. Der Vorsitzende Franz Norrenbrock zog auf der Mitgliederversammlung eine positive Bilanz. Gleichzeitig kündigte er das Programm für dieses Jahr an. Höhepunkt dürften am Sonnabend, 14. Juli, die Aktionen zum zehnjährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft sein.

Freude über schönste Bäume

Sieger bei der Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße.

Im Dezember rief die Arbeitsgemeinschaft Alexanderstraße auf: „Wir suchen den schönsten geschmückten Weihnachtsbaum“. Seit gestern ist aus „suchen“ „suchten“ geworden, der Wettbewerb ist entschieden. Viele Familien aus der näheren und weiteren Umgebung haben mit Fotos ihrer liebevoll herausgeputzten Bäume daran teilgenommen, der Jury fiel die Entscheidung nicht leicht.

Am Ende gelang es aber doch, und gestern wurden in der neuen Eingangshalle des Aktiv-Markts, Alexanderstr. 168, die ersten Preise von Marktleiter Christoph Brinkmann, Marco Tuinmann und Friedrich-Wilhelm Kohlrenken, 2. Vorsitzender der AG, vergeben. Der erste Preis ging an Karin Fehrenbach, der zweite an Martina und Dirk Eickhoff, der dritte an Heinrich Krause, der vierte an Brigitte Eilers und der fünfte an die Familie van der Ahe. Insgesamt gab es 21 Preise im Wert von über 1000 Euro.